Wir haben jetzt die ersten Erfahrungen mit unserem Wohnmobil gesammelt. Die ersten 2000 km sind gefahren und so langsam hat alles seinen Platz im Bommel gefunden. Verena hat diesen Namen vorgeschlagen und gleich einen Mützenbommel angefertigt und an den Innenspiegel gehängt.

Es gibt zwar insgesamt 5 Betten in unserem Bommel, aber eigentlich ist der Carado T348 ein Fahrzeug für zwei Personen. Auch die beiden Aussies müssen ja noch ein Plätzchen finden. Aber der Reihe nach….
Der erste Trip ging zu Ostern über Renesse nach Zoutelande, wo wir einige Tage auf Camping Duinfliet verbracht haben. Der zweite Trip ging nach Cochem an die Mosel, um unseren Weinkeller aufzufüllen. Hierbei hat uns Verena begleitet und das Hubbett wurde eingeweiht. Auf dem Hinweg haben wir einen Abstecher zum Nürburgring gemacht und auf einem Parkplatz an der Nordschleife unsere erste Nacht abseits von Campingplätzen verbracht.
Aber die erste ernsthafte Bommeltour ging nach Norddeutschland. Von Sankt Peter Ording haben wir uns entlang der Küste binnen einer Woche nach Hamburg geschlichen. Wir haben die erhöhte A1kMobilität gegenüber einem Wohnwagen richtig genossen. Jeden Tag haben wir an einem anderen Platz verbracht. Mit dem Mobil am Strand von Sankt Peter Ording, oder einen Tag auf einem einsamen Parkplatz bei Friedrichskoog, direkt hinter dem Deich. Es war einfach super, Freiheit pur. Da das Übernachten auf fast allen Parkplätzen verboten ist, haben wir uns zur Nacht einen Stellplatz oder Campingplatz gesucht. Hier gibt es große Unterschiede. Es gibt Campingplätze mit separaten Wohnmobil Stellplätzen, bei denen man sich vorkommt, wie in einem Getto. Dazu zahlt man relativ viel für eine Übernachtung. Dann gibt es aber auch schöne Wohnmobil Stellplätze mit viel Platz, wo man für ein paar Euro die Nacht verbringen kann. Hier müssen wir noch mehr Erfahrungen sammeln, aber enge, geschotterte Stellplätze mit dem Flair eines Parkhauses ist wirklich nicht unser Sache.

A3kAls Empfehlung sei Camping Hohenkamp in St. Michaelisdonn erwähnt. Hier gibt es Platz satt, Strom und sehr schöne Sanitäranlagen. Das Ganze für 20 Euronen pro Nacht.

Nun zu Bommel selbst:
Der Grundriss mit französischem Bett im Heck ist ähnlich dem, was wir seit Jahren im Wohnwagen gewohnt waren. Die Variante mit Einzelbetten haben wir bewusst nicht gewählt, weil der gesamte Wohnraum sehr gedrungen durch das sehr hoch angebrachte Bett wirkte. Außerdem gibt es keinen wirklichen Kleiderschrank. Der T348 hat einen vollwertigen Kleiderschrank und das gab letztlich den entscheidenden Ausschlag zur Kaufentscheidung. Damit zum Stauraum, er ist für uns ausreichend, aber nicht üppig. Für das Hubbett über der Sitzgruppe werden zwei Hängeschränke geopfert. Diesen Kompromiss sind wir bewusst eingegangen, um eventuell nachreisenden Kindern eine Schlafmöglichkeit zu ermöglichen.
Die Heckgarage ist etwas zu klein bemessen und nur von der Fahrerseite her zugänglich. Die Beladung wurde mehrfach geändert, um zu vermeiden, dass man die halbe Garage ausräumen muss, um an Tisch oder Stühle zu gelangen. Da wir mit unseren Aussies eh nicht mit dem Fahrrad unterwegs sind, haben wir uns nach unser Rückkehr entschieden, eine Heckbox auf dem Radträger zu montieren und dort die Campingstühle zu verstauen. Dieser Entschluss erleichterte außerdem die Montage der Dometic Freshwell 3000 Staukastenklimanlage in der Heckgarage. Wir erachten eine Klimaanlage als unerlässlich. Andernfalls ist es nicht möglich, die Hunde im Bommel allein zu lassen. Die Klimaanlage haben wir selbst eingebaut, eine kurze Anleitung dazu haben wir ebenfalls verfasst.
Das Bad ist etwas eng geraten, über Duschen im Mobil schreib ich mal nicht. Das sollte man möglichst vermeiden. Der Fäkalientank ist etwas kleiner als im Wohnwagen. Wenn man es weiß, ist es A2knicht so schlimm. Dafür sind die Betten sehr bequem. Die Fahrersitze ebenfalls. Die Sitzbank wird während der Fahrt schnell unbequem. In den großen Kühlschrank mit separatem Gefrierfach passt reichlich Futter für Mensch und Tier. Die Verarbeitung ist sehr gut. Das Fahrzeug hat 130 PS und Schaltgetriebe. Vielleicht wäre Automatic angenehmer gewesen, weil die Schaltung schon sehr hakelig ist und man sich leicht verschalten kann. Das vom Händler verbaute Zubehörpaket ist recht gut, das Display des Xzent X-302MH Navi lässt sich vom Fahrersitz leider nur schlecht ablesen. Manchmal hat es auch Sprachstörungen und verweigert die Aussage. Aber SAT-Anlage, Fernseher und Markise sind hochwertig.

Alles in Allem sind wir sehr zufrieden mit unserer Wahl. Durch Anbau der Thule Carry All 150 Heckbox auf dem Fahrradträger, ist die Handhabung der Campingmöbel deutlich angenehmer geworden.
Für unseren Sommerurlaub planen wir eine Reise nach Schweden, entlang der Westküste. Natürlich gibt es dann hier den Reisebericht zu lesen.